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Kreatin für Veganer: Warum es besonders wichtig ist

Kurze Antwort Veganer haben 20–30 % niedrigere Kreatinspeicher als Mischköstler, da Kreatin fast ausschließlich in Fleisch und Fisch vorkommt. Eine Supplementierung mit 5 g Kreatin-Monohydrat täglich gleicht dieses Defizit aus und kann die kognitive Leistung und Trainingsleistung bei Veganern stärker verbessern als bei Fleischessern.

Kreatin wird im Körper aus den Aminosäuren Arginin, Glycin und Methionin synthetisiert — allerdings reicht diese Eigenproduktion von etwa 1 g pro Tag nicht aus, um die Kreatinspeicher vollständig zu füllen. Bei Mischköstlern liefert die Nahrung zusätzlich 1–2 g Kreatin täglich durch Fleisch und Fisch. Veganer und Vegetarier hingegen erhalten kein Nahrungskreatin, was zu nachweislich niedrigeren Kreatinspeichern in der Muskulatur und im Gehirn führt.

Genau deshalb zählt Kreatin zu den wichtigsten Supplements für Menschen mit rein pflanzlicher Ernährung. Die Supplementierung gleicht den Nachteil nicht nur aus — Veganer profitieren sogar überproportional, weil ihre Ausgangswerte niedriger sind und das Potenzial zur Speicherauffüllung größer ist. Das gilt sowohl für die körperliche Leistungsfähigkeit als auch für die kognitive Funktion, da das Gehirn etwa 20 % des körpereigenen Kreatins nutzt.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Burke et al. (2003) zeigten in einer wegweisenden Studie, dass Vegetarier nach einer Kreatin-Supplementierung eine signifikant stärkere Verbesserung der Gedächtnisleistung und Informationsverarbeitung aufwiesen als Mischköstler. Rae et al. (2003) bestätigten diesen Effekt: Kreatin verbesserte das Arbeitsgedächtnis bei Vegetariern um 20 %, während bei Fleischessern nur eine Verbesserung von 5 % gemessen wurde.

Bezüglich der körperlichen Leistung dokumentierten Kaviani et al. (2020), dass vegane und vegetarische Sportler durch Kreatin-Supplementierung eine um 30 % höhere Steigerung der Kreatinkonzentration in der Muskulatur erreichten als Mischköstler. Die ISSN stuft Kreatin als das wichtigste ergogene Supplement für pflanzenbasierte Athleten ein.

Studie (Rae et al., 2003): Kreatin-Supplementierung verbesserte das Arbeitsgedächtnis bei Vegetariern um 20 % — bei Mischköstlern nur um 5 %. Der Effekt auf die kognitive Leistung ist bei pflanzenbasierter Ernährung also viermal stärker.
40 kg 150 kg
Phase

Praktische Tipps

Eine Loading-Phase ist für Veganer besonders sinnvoll, da die Ausgangswerte der Kreatinspeicher deutlich niedriger sind als bei Mischköstlern.

Achte beim Kauf darauf, dass das Kreatin synthetisch hergestellt wird — Kreatin-Monohydrat ist immer vegan, da es nicht aus tierischen Quellen gewonnen wird.

Kombiniere Kreatin mit einer Beta-Alanin-Supplementierung. Auch Beta-Alanin ist in pflanzlicher Ernährung kaum enthalten und ergänzt die Wirkung von Kreatin.

Nimm Kreatin zusammen mit einem kohlenhydratreichen Essen ein (z. B. Haferflocken, Reis), da Insulin die Kreatin-Aufnahme in die Muskelzelle fördert.

Empfohlene Kreatin-Supplements

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Häufig gestellte Fragen

Ist Kreatin vegan?

Ja, Kreatin-Monohydrat wird immer synthetisch hergestellt und ist damit zu 100 % vegan. Es wird nicht aus tierischen Quellen gewonnen, sondern aus den chemischen Grundstoffen Sarkosinsäure und Cyanamid synthetisiert.

Warum brauchen Veganer besonders Kreatin?

Veganer nehmen kein Kreatin über die Nahrung auf, da es fast ausschließlich in Fleisch und Fisch vorkommt. Dadurch sind die Kreatinspeicher in Muskeln und Gehirn um 20–30 % niedriger als bei Mischköstlern. Eine Supplementierung gleicht dieses Defizit aus.

Wie viel Kreatin sollten Veganer nehmen?

5 g Kreatin-Monohydrat pro Tag als Erhaltungsdosis. Da die Ausgangsspeicher niedriger sind, kann eine Loading-Phase mit 20 g/Tag über 5–7 Tage sinnvoll sein, um die Speicher schneller aufzufüllen.

Verbessert Kreatin die Gehirnleistung bei Veganern?

Ja, signifikant. Studien zeigen, dass Kreatin das Arbeitsgedächtnis bei Vegetariern und Veganern um bis zu 20 % verbessert. Das Gehirn nutzt etwa 20 % des körpereigenen Kreatins, und bei pflanzenbasierter Ernährung sind die Gehirnspeicher besonders niedrig.

Können Veganer Kreatin über die Ernährung aufnehmen?

Nein. Kreatin kommt in relevanten Mengen nur in Fleisch und Fisch vor (3–5 g pro kg rohes Fleisch). Pflanzliche Lebensmittel enthalten praktisch kein Kreatin. Die Eigenproduktion des Körpers von ca. 1 g/Tag reicht nicht für optimale Speicherfüllung.

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